Stoppt das „Googeln“ nach Symptomen oder Herzerkrankungen!

| 20. Mai 2012 | 1 Comment

Herzneurose – das ständige Kreisen der Gedanken um das Herz

Eine Herzneurose kann einen schon genügend beschäftigen. Allein durch die ständige Fokussierung auf den Herzschlag und andere Symptome sowie Befindlichkeiten des Körpers, schafft es unser Verstand sich immer wieder im Kreis zu drehen und die Spirale der Sorgen und der Angst hochzuschrauben. Das hat schon auch in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten schon gut funktioniert. Ängste gehören zum menschlichen Leben dazu. Kommt es jedoch zu einer „Fixierung der Angst“ dann dreht sich im Wachbewusstsein und im Unterbewußtsein alles nur noch um die entsprechenden Sorgen. Bei Menschen mit Herzneurose geht es thematisch im wesentlichen um die Angst, eine Herzerkrankung zu haben. Meist ist hiermit auch die Angst verbunden, an einem Herzleiden zu sterben.

Neuer Begriff: „Cyberchondrie“

Ein neues Kapitel „in der Geschichte der Herzneurose“ und anderer Krankheitsängste wurde jedoch durch den schnellen Zugang zu einer riesigen Informationsquelle aufgeschlagen: dem Internet. Früher haben Menschen mit Herzneurose vielleicht einmal in einem medizinischen Lexikon nachgeschlagen und sich über Herzerkrankungen „informiert“. Heute geht dies alles sehr viel einfacher: es gibt eine nahezu unüberschaubare Zahl an Foren, Blogs und Informationsseiten zu Erkrankungen des Herzens und zu anderen Krankheiten. Teilweise handelt es sich dabei um „wertvoll und professionelle“ Seiten von Ärzten und Wissenschaftlern, die natürlich eine Bereicherung des Netzes darstellen. Andererseits gibt es gerade in vielen Foren viele Kommentare von Laien, die sehr viel weniger hilfreich sind. Und dann sind da noch diejenigen Angebote, bei denen man nicht genau erkennen kann, ob sie hilfreiche Inhalte oder fehlerhafte Informationen enthalten.

Für Herzneurotiker kann diese Unterscheidung zwischen „wertvollen“ Seiten oder fehlerhaften Angeboten im Netz völlig egal sein. Denn jede Suche im Internet – ob auf guten oder schlechten Seiten – führt unweigerlich dazu, dass die Herzneurose wieder angefeuert wird. Dieses Phänomen wird auch als Cyberchondrie bezeichnet. Hiergegen gibt es nur einen Rat, den wir nochmals wiederholen wollen: „Stoppt das Googeln nach Herzerkrankungen und Symptomen“. Es ist tatsächlich wie eine Sucht, die nur schwer zu stoppen ist. Aber wenn man es geschafft hat, dass das Internet bezüglich dieser Themen „tabu“ geworden ist, hat man schon einen großen Schritt gemacht. Daher bitte heute noch anfangen, aufzuhören.

Hypochonder und Cyberchonder haben es schwer mit den vielen Informationen im Internet

Das Internet hat die Zahl der hypochondrisch veranlagten Menschen erheblich erhöht

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Category: Behandlung Herzneurose, Betroffene, Hintergrundwissen Herzneurose

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