Strategien gegen die Herzneurose I: Stoppt die Cyberchondrie!

| 25. März 2012 | 2 Comments

Wie bereits in anderen Artikeln auf dieser Seite ausgeführt, liegt der wesentliche Treibstoff für die Existenz oder sogar Verschlimmerung der Herzneurose in den sich ständig wiederholenden Gedanken an eine Herzerkrankung. Die Beschäftigung mit dem – nach gründlicher ärztlicher Untersuchung – gesunden (!) Organ nährt die Herzängste. Wenn ich mich jeden Tag mehrere Minuten (oder wie die meisten Betroffenen eher Stunden) mit dem Thema Herzerkrankungen beschäftige, werde ich auch meine Herzneurose nicht los. Alle diejenigen, die sich bereits mit Ihren Gedanken und ihrer Veränderung beschäftigt haben, wissen allerdings: so einfach wird man Sorgen nicht los. Nur wenigen Betroffenen gelingt es, ihre Herzängste beispielsweise durch ein gedankliches „Stopp“ oder durch das Visualisieren eines Stopp-Schildes zur Ruhe zu bringen.

Allerdings läßt sich einiges dafür tun, dass die Gedanken nicht noch mehr Energie bekommen. Man sollte den Verstand nämlich nicht immer weiter mit neuen Informationen über mögliche Herzerkrankungen füttern. Daher, stoppt die Cyberchondrie. Viele von Euch werden den Begriff noch nicht kennen. Unter Cyberchondrie versteht man folgendes:

„Cyberchondrie ist eine neue Wortschöpfung, eine Mischung aus Cyber und Hypochondrie. Der Hypochonder der Neuzeit hält sich nämlich häufig im Internet auf, um Informationen über Krankheiten zu sammeln. Der surfende Hypochonder wühlt sich durch mehr oder minder zutreffende Informationsseiten und Gesundheitsforen. Auch weil es eine ganze Reihe an Widersprüchen bezüglich der Symptome, der Ansteckung und anderer verbringt der Cyberchonder stundenlang auf der Suche nach einer Erkenntnis. Leider hat diese Recherche keinen wirklich erhellenden Wert. Die Fokussierung auf die Krankheitssymptome verschlimmert das Krankheitsbild der Hypochondrie. Der Hypochonder lebt mehr und mehr in seiner Gedankenwelt, die nur um Krankheiten und Symptome kreist.“

Jetzt wisst Ihr auch, was ich meine. Nämlich das „Googeln“

Hypochonder und Cyberchonder haben es schwer mit den vielen Informationen im Internet

Das Internet hat die Zahl der hypochondrisch veranlagten Menschen erheblich erhöht

nach Symptomen, nach Herzerkrankungen und Besuch von medizinischen Seiten. Versprecht es Euch und anderen, dass ihr derartige Seiten nicht mehr besuchen werdet. Dies wird Eure Sorgen noch nicht zum Erliegen bringen, aber sie bekommen wenigstens nicht mehr so viel neuen Stoff. Erlaubt sind natürlich hilfreiche Seiten, die Euch psychisch oder psychologisch aufbauen. Natürlich ist auch der weitere Besuch von „www.herzneurose.info“ erlaubt.

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Category: Behandlung Herzneurose

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