Beginn einer Herzneurose

| 13. März 2012 | 1 Comment
Die Herzneurose wird tatsächlich im Herz- und Kreislaufsystem wahrgenommen

Herzneurose und Herzphobie führen zu funktionellen, nicht aber organischen Störungen des Herz- und Kreislaufsystems

Angefangen hat es bei Stefan. F mit etwa 17 Jahren. Er war immer schon ein schüchterner und vorsichtiger junger Mann, aber Sorgen um seine Gesundheit hat er sich eigentlich nie gemacht. Irgendwann nach ein paar Partys mit viel Alkohol verspürte er etwas komisches im Herzen. Er hatte sein Herz früher nur beim Laufen oder beim Sport gemerkt, aber nicht zwischendurch. Er wusste nicht was es war, sagte sich aber „da stimmt was nicht“. Zum Arzt gehen wollte er damit allerdings nicht, da er Arztbesuche noch nie mochte. Er blätterte etwas in einem medizinischen Buch und entdeckte den Befund der Herzrhythmusstörungen. Etwas Sorgen machte er sich schon, dass er erheblich erkrankt sein könnte, aber er schob die Gedanken wieder weg. Ein bis zwei Wochen später gab es einen 5000 m Lauf im Schulsport. Etwas unwohl fühlte er sich bei diesem Lauf, aber große Gedanken machte er sich nicht. Kurz vor der Hälfte des Laufes spürte er sein Herz, deutlicher als früher. Er machte sich erste Sorgen. Wie er erst später erfuhr kam dann langsam Panik auf. Denn seine erste Panikattacke konnte er nicht als solche begreifen. Der Gedanke: „Ich habe etwas am Herzen“ ging ihm nicht aus dem Kopf. Er brach den Lauf ab. Das Herz beruhigte sich kurz, um dann aber mit den nächsten Gedanken wieder zu rasen beginnen. Stefan F. dachte, er würde sterben. Sein Herz raste schneller, als es jemals beim Sport der Fall war. Er setzte sich auf eine Bank. Doch es wurde nicht besser. Dann schickte ihn der Sportlehrer zum Artz. Diagnose „Herzstolpern und Tachykardie, also zu schneller Herzschlag“. Das Ereignis traumatisierte Stefan F. und der Gedanke, dass er etwas am Herzen haben könnte, liess ihn nicht mehr los. Seine Herzneurose war geboren.

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Category: Betroffene

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